Hausautomation - Überlegung beim Neubau

Meine Erfahrung ist, dass auch bei einem Neubau das Thema "Hausautomation" fast gar nicht erwähnt wird. Sowohl die Verkäufer als auch später die Architekten sehen es nicht als einen relevanten Aspekt ihrer Arbeit an, Hausautomation in ihrem Tagesgeschäft zu vermarkten bzw. vorzustellen. Ich denke, dass dies aufgrund von mangelnder Erfahrung bzw. fehlendem Wissen geschieht.

Rückblickend auf meine Erfahrungen mit der Hausautomation kann ich sagen, dass bei einem frühzeitigen Einplanen einer solchen Lösung die Möglichkeiten und der Nutzen vielfältig und die Kosten hierfür überschaubar und planbar sind. Der Kredit für die Wohnung bzw. das Haus kann dann auch gleich dafür ausgelegt werden. Meine Empfehlung ist daher, sich vor dem Kauf einer Wohnung / eines Hauses sich bezüglich Möglichkeiten für die Hausautomation zu erkundigen - besonders wenn es ein Neubau ist. Die Wikipedia Seite kann da ein erster Einstieg sein: Hausautomation.

Kurz zur Lösung, die wir für unsere 3-Zimmer Wohnung gewählt haben:

  • eine drahtgebundene KNX Lösung (da es 1. direkt beim Neubau mit verlegt werden konnte, 2. zuverlässiger ist als eine Funklösung und 3. es viele kompatible Systeme für Sensoren und Aktoren gibt).
  • die meisten Sensoren und Aktoren von Busch-Jaeger, für die Heizung Thermostat-Module von Elsner und für die Rollläden KNX-fähige Motoren von Rademacher
  • ein KNX IP Interface für die einfache Konfiguration mit der KNX Software ETS, zusätzlich noch ein Home-Gateway mit der Software von Shaspa um zeit- und eventgesteuerte Aktionen durchzuführen (z.B. die Rollläden werden abends aufgrund eines Sensorswertes - meldet "dunkel" - eines Helligkeitsensors meines Kollegen gesteuert).
  • es ist schwer einen genauen Betrag zu nennen, aber grob abgeschätzt lagen wir kostenmäßig bei ca. EUR 5.000 Kosten für die Automation - was bei einem Kreditvolumen von über EUR 150.000 nur ca. 3% sind und deshalb nicht mehr wirklich etwas ausgemacht hat. Diese geringen Kosten konnten aber nur erzielt werden, da ich den Steckdosen- sowie Schaltereinbau und die Programmierung der KNX Steuerung selbst durchgeführt habe. Wenn dies der Elektriker übernommen hätte, hätte das bestimmt noch 3-4 Tage Mehraufwand bedeutet. Hier ein Link zu einer anderen Kostenrechnung: Praxisbeispiel.

Falls Fragen offen sind, diese gerne hier als Kommentar stellen. Dann kann ich dort darauf reagieren oder auch den Artikel aktualisieren.

Comments

Hallo Herr Hub,

mesh/drahtlos und batterielos sind mittlerweile (2 Jahre nach Ihrem blog post) die energy harvesting-Lösungen des EnOcean-Konsortiums. Hardware ist verfügbar sowohl für Consumer (z. B. Philips Hue Tap) als auch für gewerbliche Installation (z. B. Eltako Gebäudeserver).

Auf dem shop.smartgart.com habe ich ein initiales Sortiment gelistet (end-to-end: Aktoren, Sensoren, Controller, Server). Mein Ziel ist, online ein Anwendungsszenario abzubilden per interaktivem Formular und dann direkt die Angebotserstellung, Rechnungserstellung und Vorauskasse zu machen für Produkte und Dienstleistungen (!).

viele Grüsse

Klaus Hildner

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